Sich der Magie dieses mittelamerikanischen Berglandes zu entziehen, ist extrem schwer. Zwischen Pazifik und Atlantik, rauem Hochland und Karibik zählen die Höhenmeter oft mehr als die Entfernungen. In einer Stunde durch alle Klimazonen zu fahren – kein Problem. Ein aktiver Vulkan in der Hauptstadt und Erdbeben zum Abendessen – Alltag. Ein abgesagter Flug, weil der Vulkan zuviel Dreck in die Luft gejagt hat – kommt schon mal vor. Das Land hat traumhafte Landschaften, wunderbare Menschen und ist eine kulturelle Schatzkiste ohne Boden.
Andererseits sind Leben und Reisen durch Unsicherheit und Kriminalität schwierig und die sozialen Ungleichheiten massiv. Umweltschäden und Klimaveränderungen setzen dem Land zu. Die Historie der Ausbeutung und Unterdrückung der indigenen Bevölkerung hat eine harte Spur gezogen, die noch lange nicht Geschichte ist.
Huipiles heißen die – oft mit traditionellen Mustern – reich verzierten Oberteile. Die handgewebten Röcke – Cortes – dagegen bestehen aus langen Stoffbahnen, die um den Körper gewickelt werden. In der Mitte wird dann alles mit einem sorgfältig verzierten Gürtel zusammengehalten.
Traditionelle Textilien aus Guatemala sind schwierig zu bekommen, eigentlich immer gebraucht und durchweg Einzelstücke. Letztlich muss man selber hinfahren, Flüge dauern 18 Stunden und auch organisatorisch braucht man Nervenkraft. Trotzdem: Das mindert nicht die Anziehungskraft dieser faszinierenden Kultur und im Shop unten ergänze ich kontinuierlich neue Stücke.